Unsere (ersten!) Partner im Agnes- und Eigelsteinviertel.

Wir starten. Gemeinsam.

Das gute Leben – das geht nur gemeinsam.

Auch wir sitzen manchmal gerne alleine am Strand und schauen in die Wellen. Oder in der einsamen Hütte in Schweden. Auch das gehört zum guten Leben.

Das gute Leben in der Stadt aber, das geht nur gemeinsam. Schon in Deutz, Sülz & Ehrenfeld haben wir den Tag des guten Lebens mit unzähligen Partnern und Freunden aus dem Stadtteil gemeinsam entwickelt.

Diese Tradition wollen wir im Agnes- und Eigelsteinviertel fortsetzen. Und nachdem wir uns ein bisschen umgesehen haben und viele tolle Menschen getroffen haben, freuen wir uns besonders hier vier Partner für den Tag des guten Lebens vorzustellen. Vier Partner, die sich schon lange vor Ort und in ihrer Nachbarschaft für das gute Miteinander, für das gute Leben einsetzen.

Torburgfest | Offene Jazz Haus Schule

Einmal im Jahr veranstaltet die Offene Jazz Haus Schule das Eigelstein-Torburgfest. Dieses Jahr am 1. Juli 2018 – zeitgleich und integriert in den Tag des guten Lebens. An drei Bühnen in und an der Eigelsteintorburg präsentieren sich die Ensembles und Projektgruppen der Schule.

Die Offene Jazz Haus Schule ist ein freies Zentrum für improvisierte & populäre Musik in Köln und wurde von Musikern der Initiative Kölner Jazz Haus e.V. initiiert. Mit ihrem Standort in der Eigelstein-Torburg ist sie im Veedel fest verankert und wir freuen uns daher umso mehr auf die Zusammenarbeit.

 

Veedelsfest | Bürgerverein Kölner Eigelstein e.V.

Der Bürgerverein Kölner Eigelstein e.V. wurde vor 40 Jahren unter dem Namen ,,IG Eigelstein“ gegründet. Der Verein vertritt die Bürger und Gewerbetreibenden im Veedel, kümmert sich um die Weihnachtsbeleuchtung und hat diesen Winter das erste Mal einen Wintermarkt organisiert. Auf monatlichen Veedelstreffen bringt er die Bürger zusammen und trägt ihre Anliegen an die Politik & Verwaltung.

Der Bürgerverein hat das erste Straßenfest Kölns im Jahr 1977 initiiert. Für 2018 steht ein Neustart an. Mit der Finanzierung der traditionellen Weihnachtsbeleuchtung am Eigelstein, der Wiederauflage des jährlichen Straßenfests sowie der Pflege des städtebaulichen Umfelds und dem jährlichen Veedelsfest ist sein Engagement im Veedel unersetzlich.

 

Alte Feuerwache Köln

Der Ort an dem wir bei Info-Stammtischen die Köpfe qualmen lassen. Mit der perfekten Lage im Veedel – zwischen Agneskirche und Ebertplatz. Ehemals Hauptfeuerwache der Stadt Köln, zu klein geworden und vom Abriss bedroht, erkämpfte eine Bürgerinitiative aus dem Stadtteil (BINA) den Erhalt der Gebäude und ihre Nutzung als Stadtteil- und Kommunikationszentrum.

Heute wird sie als soziokulturelles Zentrum genutzt und bietet neben Räumen und Infrastruktur für Gruppen, Initiativen und Vereine im großen Innenhof Platz für Spiel, Aktionen und Erholung – mitten in der dichtbebauten Innenstadt.
Die Alte Feuerwache nimmt Impulse des Stadtteils auf und wirkt umgekehrt in den Stadtteil hinein, sie gibt Anstöße zur Entwicklung und Belebung der Stadtteilkultur – und ist damit ein Herzstück des Agnes- & Eigelsteinviertels.

Brunnen e.V

Der Umbau des Ebertplatz steht an oberster Stelle des städtebaulichen Masterplans. Der Verein Brunnen e.V. ist ein Zusammenschluss aller Mietparteien der Ebertplatzpassage. Er ist ein wichtiger Ansprechpartner für Verwaltung, Politik und Bürger im Hinblick auf die kulturelle Nutzung des Ortes bis zum Umbau.

In regelmäßigen Abständen veranstalten die vier Kunsträume Ausstellungen, Performances und Aktionen. Mehrmals im Jahr finden Kooperationen mit Kunstfestivals aus der Stadt oder überregional statt.

Auch mitmachen?

Auch mit anderen Organisationen sind wir schon im guten Kontakt – wie KUM & LUK oder der Grundschule Nikolaus Groß. Demnächst mehr!

Natürlich freuen wir uns über weitere Mitstreiter – meldet euch, am Besten über das Kontakt-Formular. Oder kommt bei einem unserer Info-Stammtische und Nachbarschaftstreffen vorbei.

 

 

Unsere Sponsoren – Dank und Suche!

Wie alle Jahre wieder suchen wir auch für den Tag des guten Lebens 2018 Sponsoren.

Warum?

Zum einen, weil wir neben den Geldern der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW auch „Kofinanzierung“ brauchen, um unsere Kosten zu decken. Diese Kofinanzierung kommt teilweise von den Bezirksvertretungen und vom Umweltamt der Stadt Köln, teilweise aus unserem (überschaubaren) Getränkeverkauf am Tag des guten Lebens – und halt von unseren Sponsoren.

Zum anderen aber auch, weil wir auch mit unseren Sponsoren inhaltliche Akzente setzen wollen. Deswegen wählen wir unsere Sponsoren sorgfältig aus – und sind stolz darauf mit Unternehmen zusammenarbeiten zu können, die bei der sozial-öklogischen Wende ganz vorne mit dabei sind, die unsere Werte und Herangehensweise teilen und diese in ihrer Arbeit aktiv umsetzen.

Unsere Zusammenarbeit

Manche dieser Sponsoren begleiten uns schon seit Jahren – und haben die Atmosphäre beim Tag des guten Lebens genauso genossen wie unsere zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Manche nutzen auch die Gelegenheit, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung am Tag des guten Lebens vorzustellen. Und bringen damit die Inhalte, die uns bewegen, direkt in den Tag ein. Und machen den Tag für Vereine, NGOs und Nachbarn möglich.

Falls ihr Fragen zu unseren Sponsoren habt, selbst Unternehmer*in oder bei einem verantwortlich agierenden Unternehmen tätig seid – wir freuen uns auf Euer Feedback!

Unsere Sponsoring-Konditionen gibt’s hier in unserer Sponsoreninfo für 2018. Vielleicht wollt ihr uns in 2018 ja sogar unterstützen?

Ihr erreicht unser Sponsoring-Team über Sabrina Cali, sabrina.cali@agorakoeln.de.

Zum Beispiel?

Diese Unternehmen gehören zu denen, die uns bisher unterstützt haben:

Cambio Carsharing macht es möglich, dass Menschen in der Stadt auf ein eigenes Auto verzichten und reduziert den Parkdruck in den Vierteln und macht es möglich, Bürgersteige den Fußgängern zurückzugeben.

Radläden wie auf DrahtBOC auf Bike, Kölner Radlager, Stadtrad Köln oder die Veloküche bringen Menschen auf gute Räder und    helfen ihnen in der Stadt günstig und umweltfreundlich mobil zu sein. Colonia Aktiv bringt Touristen aufs Rad. Bagage Bikes bringt die schicken Bullit-Lastenräder nach Köln und Donkee macht Lastenräder für alle zugänglich.

Mit (echten) Ökostromern wie Greenpeace Energy, Naturstrom, Lichtblick und die EWS Schönau kann man seinen privaten Atom- und Kohleausstieg schon heute umsetzen.

Die GLS Bank finanziert Bildung, die Ökobranche und Erneuerbare Energien, seit mittlerweile 40 Jahren. oikocredit hat über seine Förderkreise die Mikrokredit-Bewegung global mit aufgebaut.

Und die Bio-Läden, ob klein oder groß, bringen Gemüse und Lebensmittel aus verantwortlichem, biologischen Anbau in den Handel.

Am Tag selber sind Cine Block Media und die AWB Köln mit auf der Straße – damit alles glatt läuft und am Ende alles sauber ist.

Nicht zuletzt unterstützen uns Lammsbräu und Hellers mit Getränken für unsere Stände – und grüngedruckt.de aus Düren bei unseren Plakaten und Programmheften.

 

Nach dem Tag…

…ist vor dem Tag! Wir haben die Planungen für 2018 aufgenommen. In einem neuen Viertel rund um Eigelstein und Neusser Straße.

Wir blicken immer noch mit einem inneren Grinsen auf den letzten Tag des guten Lebens in Deutz zurück. Bunte Aktionen, glückliche Deutzerinnen und Deutzer und ihre Gäste sowie, am Ende des Tages, erschöpfte aber glückliche Helferinnen und Helfer.

Jetzt geht es weiter: Auch 2018 möchten wir einen Tag des guten Lebens organisieren. Dafür hat sich ein Kernteam gegründet, das nun mit der Arbeit beginnt. Das heißt – erste Gespräche mit Verkehrsdiensten und Ämtern, Akquise von Sponsoren und Planung der Arbeit in den nächsten Monaten.

Wo der Tag stattfinden wird? Das letzte Netzwerktreffen der Agora Köln hat entschieden: Der nächste Tag des guten Lebens soll einem Gebiet rund um Eigelstein, Weidengasse, Hansaring, Sudermannplatz und Neusser Straße stattfinden. Und damit in einem spannenden, vielfältigen Viertel mit einer aktiven Nachbarschaft und tollen Institutionen und Vereinen, die sich um das aktive Miteinander vor Ort kümmern. Mit kleinen Gassen und schönen Plätzen. Rund um den Ebertplatz.  

Enorm wichtig sind auch die ersten Gespräche in unserem “Gastgeber-Viertel”. Die ersten Vereine und Organisationen haben wir bereits kontaktiert – und freuen uns über das schöne Feedback.

Am 26. November findet als nächster Schritt eine “Bürgerwerkstatt” der Agora Köln für die Viertel Eigelstein und Agnesviertel statt. Hier möchten wir gemeinsam schauen, welche Themen es im Viertel gibt und wer sich heute schon vor Ort einsetzt.

Meldet euch an, kommt vorbei!

Der Tag selber wird übrigens im Frühsommer 2018 stattfinden.  Den genauen Termin stimmen wir gerade ab, auch mit den Behörden. Mehr demnächst hier.

 

Kontakt?

Weitere Infos gibt es bei unserem “Sondierungsteam” – ihr erreicht uns unter tagdesgutenlebens@agorakoeln.de.

Wenn ihr spezielle Anfragen zu den unten stehenden Themen habt, meldet euch gerne direkt oder tragt euch gerne in das Kontaktformular ein:

Sponsoring und Zentralem Programm:
Sabrina Cali, sabrina.cali@agorakoeln.de

Logistik und Organisation:
Lisa Schlömer, lisa.schloemer@agorakoeln.de

Presse und Kommunikation:
Martin Herrndorf, martin.herrndorf@agorakoeln.de

 

Tag des guten Lebens mit Deutschem Nachbarschaftspreis 2017 ausgezeichnet

Wir haben es immer schon gewusst: Die Kölner Veedel sind spitze – und es ist toll zu sehen, wie viel Leben und wie viel gute Nachbarschaft beim Tag des guten Lebens auf den Straßen zu sehen ist. Wir freuen uns, wenn wir hier und da dazu beitragen.

Jetzt haben wir dafür den Deutschen Nachbarschaftspreis gewonnen – hier die Pressemitteilung der nebenan.de-Stiftung. Wir freuen uns sehr!

 

Deutscher Nachbarschaftspreis 2017 geht an drei Projekte mit Vorbildcharakter

Berlin 13.09.2017 Nachbarschaft ist einer der wichtigen Pfeiler, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Die nebenan.de Stiftung rief in diesem Jahr erstmals den Deutschen Nachbarschaftspreis aus, um aktive Nachbarn und nachbarschaftliche Projekte auszuzeichnen, die sich für ein offenes, solidarisches und demokratisches Miteinander einsetzen. In nur wenigen Wochen gingen bei der Stiftung über 1.300 Bewerbungen von gemeinnützigen Organisationen, Vereinen, Nachbarschaftsgruppen und -initiativen ein. Mit der Unterstützung einer achtköpfigen Expertenjury wurden nach der Auszeichnung auf Landesebene nun drei Bundespreisträger gekürt, die heute offiziell auf der Preisverleihung von Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern und Schirmherr des Deutschen Nachbarschaftspreises 2017, geehrt wurden.

Den ersten Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, gewann die Bürgerinitiative Agora Köln mit ihrem Projekt „Tag des guten Lebens“.

Dieser Aktionstag regt zum Nachdenken und Mitmachen für alternative Nutzungskonzepte des öffentlichen Raums und der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit an. In Köln-Deutz wurden dafür vier Tage autofreie Straßen geschaffen, die in Selbstorganisation von den Anwohnerinnen und Anwohnern für ein buntes Straßenfest mit Diskussions- und Erprobungsraum alternativer Ideen umgenutzt wurden. Das Projekt ist gleichzeitig Startpunkt für ein nachhaltiges nachbarschaftliches Engagement.

„Der Tag des guten Lebens‘ ist nicht nur ein einmaliges Straßenfest. Dem Projekt geht es darum Platz zu schaffen, für das kreative, nachbarschaftliche Miteinander. Anwohnerinnen und Anwohner gestalten ihr Viertel für ein Wochenende und darüber hinaus gemeinsam. Das schafft langfristige Veränderung: In den Köpfen und auf den Straßen“, sagt Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland und Mitglied der Bundesjury.

Den zweiten Platz teilten sich gleich zwei Projekte jeweils mit einem Preisgeld von 7.000 Euro: „Witzin macht Zukunft“ der Dörpschaft Witzin bringt engagierte Dorfbewohner zusammen, die das Dorfleben im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern selbst in die Hand nehmen. Die ehrenamtlichen „Dorfmacher“ sorgten seither u.a. für Arbeitsplätze, die Wiedereröffnung ihrer Schule und einen Bürgerbus, der den öffentlichen Nahverkehr ergänzt.

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, begründet die Jury-Entscheidung wie folgt:  „‚Wir-in-Witzin‘ ist ein richtiges Mutmacher-Projekt für ländliche Regionen in Deutschland. Die Dorfgemeinschaft hat Antworten auf fast alle Herausforderungen gefunden, vor die der demografische Wandel viele Kommunen in Deutschland aktuell stellt. Das Projekt zeigt auf beeindruckende Weise, was eine aktive Nachbarschaft mit Kreativität und einer Portion Mut alles möglich machen kann.“

Daneben kann sich das Projekt „Lebensmittel retten Magdeburg“ über den Deutschen Nachbarschaftspreis 2017 freuen. Über den Verein Spielwagen e.V. und gemeinnützige Partner in der Stadt werden übrig gebliebene Lebensmittel aus Supermärkten und Restaurants an Bedürftige verteilt und bei gemeinsamen Kochabenden verspeist.

Oliver Brügge, Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume, macht die Wichtigkeit des Projekts deutlich: „Lebensmittelretten ist ein ganz globales Thema. Allein in Deutschland landen jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von circa 25 Milliarden Euro im Müll. Das Projekt ‚Lebensmittel retten Magdeburg‘ hat das FoodSharing Konzept übernommen, auf die lokalen Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt. Durch die direkte Verwendung der Lebensmittel durch ehrenamtliche Partner, wird die Unterstützung bedürftiger Nachbarn sichergestellt und Begegnung im Viertel gefördert.“

Alle Bundessieger werden auf der Webseite www.nachbarschaftspreis.de/bundessieger ausführlich vorgestellt.

Auf der Preisverleihung wurde zudem das Engagement aller weiteren Landessieger geehrt, die jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro erhalten:

• Baden-Württemberg: „Dorfladen Langenbeutingen“
• Bayern: „Ein Teller Heimat“ im Münchener Westend
• Berlin: „Baumscheibenfest“ aus dem Kunger-Kiez/ Treptow-Köpenick
• Brandenburg: „Stadtteilnetzwerk e.V.“ für Potsdam-West
• Bremen: „Ab geht die Lucie!“ • Hamburg: „KULTURISTENHOCH2“
• Hessen: „Stadtteilwohnzimmer“ aus dem Frankfurter Unterliederbach
• Niedersachsen: „GÖ schafft’s“ aus dem Göttinger Stadtteil Leineberg
• Rheinland-Pfalz: „Stadtteiltreff Gonsenheim“
• Saarland: „Kulturschlüssel Saar“
• Sachsen: „ANNALINDE“ Gemeinschaftsgarten in Leipzig
• Schleswig-Holstein: „Bücherpiraten“ aus Lübeck
• Thüringen: Tandemprogramm „NAHbarn“ in Jena

Alle Landessieger werden auf der Webseite www.nachbarschaftspreis.de/landessieger ausführlich vorgestellt.

Das war der Tag des guten Lebens in Deutz

Nachbarschaft zukunftsfähig gestalten ein Tag der Begegnungen und des Miteinanders

Der vierte Tag des guten Lebens in Köln geht mit einem Besucherrekord zu Ende. Wie viele kreative Ideen die Anwohnerinnen und Anwohner entwickeln und welches Engagement sich entfaltet, wenn man ihnen ihren Stadtteil für einen ganzen Tag zur freien Gestaltung überlässt, konnte am 18. Juni 2017 in Köln-Deutz eindrucksvoll erlebt werden.

Bis in die frühen Abendstunden kamen rund 150.000 Besucher und Besucherinnen in die 30 für den motorisierten Verkehr gesperrten Deutzer Straßen, um bei sommerlichen Temperaturen zu Straßenmusik zu tanzen, unterm Düxer Bock ihr Pflanzenwissen zu testen oder Lastenräder Probe zu fahren, während Anwohner aus ihren Lieblingsbüchern vorlasen, die ersten Apfelbäume für Deutz pflanzten oder über die jüngsten Bebauungspläne für ihr Stadtviertel diskutierten. Dabei hatten alle Aktivitäten eines gemeinsam: Es ging darum, gemeinschaftlich auszuprobieren, wie das Leben im Viertel über die kommenden Jahrzehnte vielleicht hier und da ein wenig anders, besser – in jedem Fall aber zukunftsfähiger gestaltet werden könnte. Und zwar für alle.

Die Deutzer haben sich heute gegenseitig Strom geliehen, den Kindern die Welt neu erklärt und viele neue Freundschaften geschlossen, die das künftige Leben in der Nachbarschaft nachhaltig beeinflussen werden:
“Mein Nachbar war bislang im Alltag immer ein bisschen distanziert – heute hat er mir das Du angeboten,” sagt Frank Röttgen, Anwohner aus der Adolphstraße und ergänzt: “Wir haben mit dem Tag einen Raum geschaffen, von dem wir zukünftig profitieren werden. Dadurch, dass die Autos heute mal für einen Tag aus unserem Blickfeld verschwanden, konnten wir eindrucksvoll erkennen, welchen Stellenwert es im Alltag für uns einnimmt.”

Dies machten auch die Reaktionen der Kinder besonders deutlich, die ihren Lebensraum völlig neu entdeckten. “Papa, darf ich über die Straße gehen?” – “Ja, klar Hugo, es fahren heute keine Autos.” – “Echt jetzt?”, fragte der Vierjährige mit glänzenden Augen und flitzte sogleich über die Schaurtestraße, um beim ‘Zirkus zum Selbermachen’ auf einem Seil zu balancieren.

Viele Kölner warben für eine Wiederholung – am besten in ihrem Stadtviertel: “Danke für diesen wunderbaren Tag. Ich kam als Fremder und gehe als Freund,” schrieb Christoph Pohl aus Köln-Kalk bereits kurz nach Ende der Veranstaltung auf Facebook.

Für die Realisierung des Tag des guten Lebens wurde die Bürgerinitiative neben einer Unterstützung durch die Stadt Köln erneut maßgeblich von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein Westfalen gefördert. Rund die Hälfte der Kosten mussten jedoch durch private Spenden und Sponsoren gedeckt werden – hinzu kommt ein nicht unbedeutender Teil ehrenamtlicher Arbeit vieler Helfer und Helferinnen des Tages. Auch hier wird deutlich: Nur gemeinschaftlich lässt sich Zukunft gestalten.

Mehr Bilder gibt´s hier!

© Magdalena Stengel
© Magdalena Stengel
© Markus Wilwerscheid / domrauschen
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© Jann Höfer
© Jann Höfer
© Jann Höfer
© Jann Höfer
© Markus Wilwerscheid / domrauschen
© Markus Wilwerscheid / domrauschen
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Programm 2017

In welcher Straße ist was los? Wo finde ich Aktionen zum Thema Bürgerbeteiligung oder Mobilität? Wie hieß noch gleich der Verein, den mir meine Kollegin empfohlen hat? Auf unserem Programmplan und der Aktionsplattform werdet ihr fündig. Den Plan gibt es am Tag des guten Lebens in gedruckter Form an allen Infoständen – er leitet euch durch Deutz. Das Aktionsportal steht euch online zur Verfügung. Hier findet ihr alle aktuellen Infos rund um die Aktionen und könnt mit den Initiatoren der Aktionen Kontakt aufnehmen.

Programm 2017 weiterlesen

Anwohnerinformation

Sehr geehrte Anwohner, liebe Nachbarn,

am Sonntag den 18. Juni 2017 findet in Köln-Deutz der Tag des Guten Lebens statt. Der öffentliche Raum gehört an diesem Tag den Deutzerinnen und Deutzern. Hierfür wird das Gebiet zwischen Gotenring, Mindener und Siegburger Straße für den motorisierten Verkehr gesperrt. Der enstehende Freiraum schafft Platz für gemeinsame Aktionen auf den Straßen. Wir bedanken uns bei allen Anwohnern und Initiativen des Veedels für die breite Unterstützung im Vorlauf. Nutzen Sie den Tag und seine Möglichkeiten und entdecken Sie Deutz einmal ganz anders…

INFORMATION ZUR PARKPLATZSITUATION
Innerhalb des Gebietes werden in einigen Straßen Halteverbotszonen eingerichtet (siehe Plan). Wir bitten Sie, Ihre Autos auf den hier genannten Ersatzparkplätzen abzustellen. Geparkte Autos in den Halteverbotszonen werden ab 7 Uhr ( Beginn des Halteverbots) kostenpflichtig abgeschleppt. Fahrzeuge, die nicht in einer Halteverbotszone parken, können noch bis 10 Uhr aus dem Gebiet herausgefahren werden. Auch sei darauf hingewiesen, dass die sonst geduldeten Gehweg-Parker an diesem Tag durch den Ordnungs-und Verkehrsdienst der Stadt Köln ebenfalls kostenpflichtig abgeschleppt werden. Die Halteverbotszonen und die Ein- und Ausfahrtsperrung werden um 21.30 Uhr aufgehoben.

Im Falle eines abgeschleppten Fahrzeugs wenden Sie sich bitte an die Leitstelle des Ordnungs- und Verkehrsdienstes der StadtKöln unter 0221 / 22 13 20 00.

NUTZUNG DER STRASSE / DIE SPIELREGELN
Es ist an Ihnen, Ihre Straße zu gestalten! Werden Sie selbst als Nachbarn am 18. Juni auf der Straße aktiv. Hierbei gilt es zu beachten: Ein Rettungsweg von 3,50 m muss stets gewährleistet bleiben Verkauf in den Straßen darf nur privaterweise und in Basar-Mentalität erfolgen. Es soll gezielt der frei gewordene Platz in den Parkbuchten für Aktionen beansprucht werden. Die Fahrbahn steht grundsätzlich nicht für Aufbauten zur Verfügung. Alle Aktionen sind um 20 Uhr zu beenden, damit die Straße anschließend in Eigenverantwortung gesäubert und bis 21 Uhr 30 besenrein hinterlassen werden kann.

SPERRUNGEN DER STRASSEN


HALTEVERBOTSZONEN

 

Wir suchen dich – als Helfer des Tages

4 weeks to go – der Tag des guten Lebens steht vor der Tür! Um das ganze Riesending schaukeln zu können, suchen wir noch Helfer des Tages! Wir brauchen 3 Stunden eurer Zeit: zum Sonderfahrten eskortieren, Besucher informieren und Autofahrer besänftigen – das geht auch gut in Kombination mit ner Hängematte! 😉

Habt #einherzfürvincent und meldet euch über unser Formular oder direkt bei Lisa unter technik@agorakoeln.de!

Ob allein, als Duo oder als größeres Team – rockt mit uns gemeinsam den Tag!

Einladung zum 3. Veedelstreffen am 13. Mai 2017

Am 13. Mai gibt´s noch einmal die Chance sich auszutauschen und zu vernetzen – das Veedelstreffen für den Tag des guten Lebens 2017 geht in die dritte und letzte Runde. Wir geben euch noch mal einen groben Überblick, klären technische Details und stehen euch Rede und Antwort. Also merkt euch schon mal den 13. Mai vor, der Ort wird noch bekannt gegeben.

Habt ihr noch Fragen, Ideen, Probleme, dann kommt um 14:00 Uhr ins Bürgerzentrum Deutz, Tempelstr. 41-43.

Ihr habt bereits Ideen für eine Aktion für den Tag des guten Lebens? Dann meldet sie jetzt über unser Aktionsportal auf deutz.tagdesgutenlebens.de an!

Wir freuen uns!

Ein Projekt der Bürgerinitiative Agora Köln gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein Westfalen

Was kostet das gute Leben?

Das Gute Leben selbst kann erstaunlich günstig sein. Ein Kaffee vor der Haustür, ein Schwätzchen mit Nachbarn, ein Spaziergang im Park, neue Klamotten von einer Kleidertauschparty. Und wer es schafft, das eigene Auto abzuschaffen, spart sogar.

Trotzdem kostet der Tag des guten Lebens Geld. Die meisten Kosten fallen dabei an, um Freiraum für die Aktionen zu schaffen und die Straßen am Tag frei von Autos zu bekommen: Für Umleitungsschilder, Absperrungen und professionelle Ordner.  Allein um die Absperrungen für den ‚Tag des guten Lebens‘ zu finanzieren benötigen wir circa 22.000 Euro. Vor allem die Sperrung der Brücke geht hier ins Geld – für Umleitungen und Ordner.

Aber auch darüber hinaus haben wir Kosten: Um Anwohner zu informieren, um Aktionen anzuregen und zu betreuen und um den Tag zu dokumentieren. Das Gute Leben kann einfach und erstaunlich günstig sein – aber der Weg dahin ist schwierig und kostet Geld!

Eine häufig gehörte Reaktion ist: Warum so viel?

Einige dieser Ausgaben hängen von offiziellen Auflagen ab – dem, was Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr als unabdingbar ansehen, um so einen Tag durchzuführen. Wir wollen hier professionell arbeiten: Die Halteverbotsschilder müssen rechtzeitig und am richtigen Ort stehen, es müssen ausreichend Sanitäter für Notfälle vor Ort sein, professionelle Ordner um den Verkehr an den großen Ein- und Ausgängen zu regeln, etc.

Hinter dem Tag steht eine unglaubliche Anzahl von Personen – die sich in der großen Mehrzahl ehrenamtlich engagieren: Ihre Nachbarn informieren und ansprechen, Treffen organisieren, Aktionen planen, mit Geld im Viertel einsammeln.

Um diese ehrenamtlichen zu unterstützen zahlen wir im Kernteam auch Honorare – anders lässt sich ein derart umfangreiches Projekt nicht dauerhaft und solide abwickeln, auch und insbesondere, was die umfangreiche Abstimmung mit den Behörden und Geldgebern angeht.

Ein paar zusätzliche Kosten haben wir dieses Jahr auch in diesem Bereich – weil wir dieses Jahr einen Aktionsraum haben, den wir Anwohnern und Interessenten zur Verfügung stellen, und weil wir im Vorfeld Aktionen intensiver betreuen.

Wie ist der Stand?

Für 2017 und 2018 haben wir erneut eine Förderung der „Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen“ bekommen. Zudem gibt es einen Zuschuss vom Umweltamt der Stadt Köln und Unterstützung von unseren Sponsoren. Hier beschränken wir uns auf Unternehmen, die sich konsequent ökologisch-sozial ausrichten – auch wenn hier die Werbebudgets deutlich kleiner sind.

Ganz reicht das nicht – weswegen wir versuchen, vor Ort und im Viertel über lokales Sponsoring, Benefiz-Veranstaltungen und Spenden das fehlende Geld zusammen zu bekommen.

Was heißt das für mich?

Du kannst als Teil des Projekts Verantwortung übernehmen – für Deinen Freiraum. Ein Halteverbotsschild zu besorgen, aufzustellen und wieder einzusammeln kostet 30 Euro. 10 Euro pro Parkplatz. Schenk Deiner Straße Freiraum. Oder schmeißt als WG oder Hausgemeinschaft zusammen.

Bei einem Straßenfest fallen diese Ausgaben auch an – wenn man es auf den Straßenraum umrechnet der nutzbar wird, ist der Tag sogar recht günstig. Dafür kümmern wir uns als Veranstalter um die Kommunikation mit Ordnungsamt, die Verwaltung der Gelder und vieles sonst an Organisation.

Wie kann man beitragen?

Am besten über unsere Online-Spendenkampagne – dort bekommst du auch Spendenquittungen direkt ausgestellt. Oder per Überweisung auf unser Konto (Inhaber ist unser Trägerverein, das Institut Cultura 21 e.V., IBAN: DE78430609674018971702, bei der GLS Bank, GENODEM1GLS).

Sich anderweitig engagieren

Wenn Du dich anderweitig für das Fundraising engagieren willst – wenn du sponsorn kannst, ein Benefiz-Event organisieren oder im Viertel Spenden & Sponsoren ansprechen möchtest – melde Dich gerne bei finanzen@agorakoeln.de, wir bringen Dich mit dem richtigen Ansprechpartner zusammen.

Wir schaffen das!

ps: Wen’s interessiert: Hier gibt es eine (etwas veraltetet aber ausführliche Übersicht über die Hintergründe beim Thema Finanzen).